Finnischer Abend mit Rosa Liksom und Kjell Westö

Botschaft von Finnland, btb Verlag, Deutsche Verlags-Anstalt, FILI Finnish Literature Exchange, Finnlandschwedischer Kulturfonds Svenska kulturfonden, Literaturhaus Hamburg und Das finnische Buch e.V. laden herzlich ein:

Finnischer Abend mit Rosa Liksom und Kjell Westö

Foto: © Antti Johansson

Foto: © Marica Rosengård

Dienstag, 26. November 2013, 20:30 Uhr
Literaturhaus Hamburg (Karte)
Schwanenwik 38
22087 Hamburg

Moderation: Stefan Moster
Deutsche Lesung: Katja Danowski

Autorenlesungen im Rahmen der Nordischen Literaturtage:
Rosa Liksom: Abteil Nr. 6
Kjell Westö: Geh nicht einsam in die Nacht

Finnisches Originale: Rosa Liksom: Hytti nro 6
Kjell Westö: Gå inte ensam ut i natten

Vor dem Zugfenster ziehen die Weiten Sibiriens vorbei, drinnen im Abteil Nr. 6 ist es beklemmend eng. Die finnische Archäologiestudentin sitzt nur eine Armeslänge entfernt von einem grobschlächtigen Russen, und aus der erhofften beschaulichen Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn wird ein Höllentrip …

Rosa Liksom erzählt in diesem Kammerspiel die Geschichte einer schonungslosen Freundschaft: Ihr dritter Roman wurde 2011 mit dem Finlandia-Preis ausgezeichnet. Auf Deutsch erschien er in der Übersetzung von Stefan Moster.

Rosa Liksom, 1958 in Nordfinnland geboren, lebt heute in Helsinki und hat lange Zeit u.a. in der Sowjetunion, Dänemark und den USA gelebt. Sie studierte Anthropologie, arbeitete in der Fischfabrik, als Barfrau und Radioredakteurin und debütierte 1985 mit Kurzgeschichten, die in viele Sprachen übersetzt wurden. Ihr erster Roman »Crazeland« erschien 1999 auch auf Deutsch.

Helsinki, in den bewegten 68er-Jahren. Jouni, Ariel und Adriana könnten unterschiedlicher nicht sein und sind doch Freunde. Jouni kann sowohl reden als auch zuschlagen, er ist ein Mann mit einem ausgeprägten Sinn für Karriere. Ariel ist das genaue Gegenteil, ein stotternder Träumer mit musikalischem Talent. Zwischen ihnen steht Adriana: scharfsinnig, selbständig, nervös. Sie ist die treibende Kraft des Trios. Es ist ihre Idee, dass die drei eine Band gründen, eine Art finnische Variante von Peter, Paul & Mary – und für eine Weile leben sie eine ménage à trois wie im Film »Jules und Jim«. Aber dann trennen sich ihre Wege. Jouni geht in die Politik, Adriana wird zunehmend von Ängsten geplagt, und Ariel versinkt in seiner Drogensucht und geht nach Stockholm, wo er spurlos verschwindet. Zwanzig Jahre später beginnt ein Mann namens Frank Loman zu recherchieren, was mit den drei Freunden geschehen ist. Es gibt Berührungspunkte, nicht zuletzt ist er rettungslos in Adrianas jüngere Schwester Eva verliebt. Doch das ist nicht alles, sein eigenes Leben ist auf ungeahnte Art in vielem eine Fortsetzung ihrer Lebenswege …

Kjell Westö, geboren 1961 in Helsinki, ist einer der bekanntesten finnlandschwedischen Autoren. Seit seinem literarischen Debüt 1986 hat er drei Gedichtsammlungen, mehrere Bände mit Erzählungen und fünf Romane veröffentlicht. Westö ist vielfach preisgekrönt, u.a. 2006 mit dem Finlandia-Literaturpreis – der meistbeachteten literarischen Auszeichnung Finnlands – für »Wo wir einst gingen«. »Geh nicht einsam in die Nacht«, ein Roman über das Schicksal dreier Freunde im Helsinki der bewegten 68er, setzt Westös monumentale Reihe fort. Die deutsche Übersetzung stammt von Paul Berf.

 

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